Lorraine - Lothringen

Lorraine

Die wald- und burgenreiche Region im Nordosten Frankreichs entspricht in etwa den oberen Stromgebieten ihrer Hauptflüsse Maas, Mosel und Saar und erstreckt sich vom Vogesenhauptkamm nach Westen bis zu den Argonnen. Der im Moseltal verbreitete Weinanbau wird zunehmend durch Obstplantagen verdrängt, traditionelles Anbaugebiet ist nach wie vor Getreide. Von großer Bedeutung sind die Eisenerzlager sowie die reichen Vorkommen an Steinsalz. Alteingesesenee Baumwollspinnereien finden sich in den Vogesentäler.
Bis in das 18. Jh. gehörte das Land zum Römischen Reich deutscher Nation. Teile Lothringens, das 1766 nach dem Tod des polnischen Exkönigs, Stanislaus I. vertragsgemäß an Frankreich fiel, wurden 1871 mit dem Elsaß zum deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen zusammengeschlossen, das nach dem ersten Weltkrieg wieder französisch wurde.
Nancy: In der heutigen Hauptstadt der Region sind Unternehmen der Möbel-, Maschinenbau-, Pharma-, Papier- und Keramikindustrie angesiedelt. Berühmt ist die im Rokokostil angelegte Place Stanislaus. Der 1752-60 geschaffene Platz wird von sechs Bauwerken umgeben, unter denen sich der Palast des abgesetzten polnischen Königs Stanislaus I. Leszczynski befindet.

Frankreich

Frankreich

Geografie: Frankreich, das die Form eines Sechsecks hat, grenzt im Norden an Belgien und Luxemburg, im Osten an die BRD, die Schweiz und Italien und im Süden an Monaco, Spanien und Andorra. Der Montblanc in den französischen Alpen ist mit 4810 m der höchste Gipfel Europas. Die Loire (1012 km) ist der längste Fluss und einer der wichtigsten Seewege des Landes.
Geschichte: Das ursprünglich keltisch besiedelte Land wurde durch die römische und fränkische Eroberung geprägt. Seit dem Mittelalter zählte Frankreich zu den führenden Staaten Europas, dessen Macht vor allem auf der zentralistischen Politik der Könige beruhte. Politisch und kulturell konnte Frankreich mehrmals die Hegemonie in Europa erlangen, am ausgeprägtesten im späten Mittelalter, unter der Herrschaft des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. und Napoleon I. sowie nach dem Ersten Weltkrieg. Nicht weniger bedeutend waren die vielfältigen kulturellen und geistigen Einflüsse Frankreichs auf Europa.
Bevölkerung und Politik: Die Bevölkerungsdichte ist mit 60 Mio. Einwohnern nicht besonders groß. 73 % der Einwohner leben in Städten, obwohl das Land nur wenige Großstädte besitzt. Den größten Anteil an der ausländischen Wohnbevölkerung stellen Portugiesen, Algerier und Spanier. Ca. 90 % der Franzosen sind Katholiken.
Der französische Staatspräsident wird auf sieben Jahre direkt vom Volk gewählt. Für die Bestimmung und Leitung der Politik ist die Regierung zuständig, die sich aus dem Premierminister, Ministern und Staatssekretären zusammensetzt. Frankreich ist zentralistisch geprägt und in 22 Verwaltungsregionen mit 96 Départements gegliedert.
Klima und Vegetation: Frankreich verfügt über ein sehr mildes Klima. Während es im Süden entlang der Westküste weite Nadelwälder gibt, herrschen im Norden Eichenwälder und Heide vor. Im Mittelmeerraum wächst eine Hartlaubvegetation.
Die französische Küche:
Die Franzosen legen viel Wert auf das Mittag- bzw. Abendessen. Die „Cuisine Paysanne“, die man vorwiegend in ländlichen Lokalen findet, besteht aus herzhaften, aber einfachen Gerichten. Die „Cuisine Bourgeoise“ weist viele klassische französische Spezialitäten auf, wie den Coq au vin“ (Huhn in Weinsauce). Ausgefallene Zutaten wie Trüffel oder Cognac sowie delikate Saucen charakterisieren die im 19. Jh. entstandene „Haute Cuisine“, die überwiegend in Luxusrestaurants angeboten wird. Seit den 60er Jahren entwickelte sich die „Nouvelle Cuisine“, die sich durch raffinierte Zubereitung und Anrichtung auszeichnet.

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