Loiretal
Die Täler der Loire und ihrer Nebenflüsse Cher, Indre und Vienne gelten als der „Garten Frankreichs“. Die überaus reizvolle , von weinbergen durchzogene Landschaft umrahmt zugleich eine auf der Welt einzigartige Fülle von Archtitekturdenkmälern: Wachtürme, Mittelalterliche Burgen und prunkvolle Lustschlösser der Renaissance und des Barock. Bekannteste Städte sind Orléans und Tours.
Angers: Eine lange Ringmauer mit Rundtürmen umschließt die 1228-38 erbaute Burg, die kostbare Gobelinteppiche beherbergt.
Chambord:
Mit einer Grundfläche von 117 x 157 m ist das östlich von Blos am Casson gelegene Chambord das größte und gleichzeitig prächtigst aller Loire-Schlösser. Das Bauwerk (Grundsteinlegung durch Franz I. 1519) wurde nach mehr als 150 Jahren unter Ludwig dem XIV. vollendet. Es hat 440 Zimmer und Säle, 800 Türme und 400 Kamine. Der doppelläufige Treppenturm, der von einer prachtvollen Laterne gekrönt wird, ist ein architektonisches Meisterwerk. Das Dach des Mitteltraktes wirkt mit seinen Laternen, Giebeln, Türmchen und Kaminen wie eine kleine Stadt.
Orléans: Die Stadt am Loirebogen ist durch Jeanne d`Arc berühmt geworden: 1429 befreite die „Jungfrau von Orleans“ die Stadt von der englischen Belagerung und leitete damit die wende im „Hundertjährigen Krieg“ ein. Sehenswert sind die gotische Kathedrale (1278-1829) mit Resten der romanischen Krypta, das ehemalige spätgotische Rathaus (1495-1513) sowie das heutige Rathaus, ein Renaissancebau aus dem 16. Jh.
Tours: Die an der Loire gelegene Hauptstadt der fruchtbaren Landschaft Touraine entwickelte sich im 4. Jh. als Stadt des hl. Martin zu einem der großen Wallfahrtsziele. Im 15./16. Jh. war das reiche Tours bekannt für seine Seiden und Stoffe. In der Altstadt finden sich zahlreiche mittelalterliche Häuser sowie die weite Place Plumereau; über die Loire führt eine alte Steinbrücke. Die Kathedrale Saint-Gatien mit ihrem frühgotischen Chor und den farbigen Fenstern stammt aus dem 13. bis 15. Jh. Im ehemaligen Bischofspalais ist das Musée des Beaux-Arts untergebracht. 20 km flussaufwärts liegt Amboise, eines der schönsten Loire-Schlösser und Alterssitz von Leonardo da Vinci.
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Frankreich
Geografie: Frankreich, das die Form eines Sechsecks hat, grenzt im Norden an Belgien und Luxemburg, im Osten an die BRD, die Schweiz und Italien und im Süden an Monaco, Spanien und Andorra. Der Montblanc in den französischen Alpen ist mit 4810 m der höchste Gipfel Europas. Die Loire (1012 km) ist der längste Fluss und einer der wichtigsten Seewege des Landes.
Geschichte: Das ursprünglich keltisch besiedelte Land wurde durch die römische und fränkische Eroberung geprägt. Seit dem Mittelalter zählte Frankreich zu den führenden Staaten Europas, dessen Macht vor allem auf der zentralistischen Politik der Könige beruhte. Politisch und kulturell konnte Frankreich mehrmals die Hegemonie in Europa erlangen, am ausgeprägtesten im späten Mittelalter, unter der Herrschaft des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. und Napoleon I. sowie nach dem Ersten Weltkrieg. Nicht weniger bedeutend waren die vielfältigen kulturellen und geistigen Einflüsse Frankreichs auf Europa.
Bevölkerung und Politik: Die Bevölkerungsdichte ist mit 60 Mio. Einwohnern nicht besonders groß. 73 % der Einwohner leben in Städten, obwohl das Land nur wenige Großstädte besitzt. Den größten Anteil an der ausländischen Wohnbevölkerung stellen Portugiesen, Algerier und Spanier. Ca. 90 % der Franzosen sind Katholiken.
Der französische Staatspräsident wird auf sieben Jahre direkt vom Volk gewählt. Für die Bestimmung und Leitung der Politik ist die Regierung zuständig, die sich aus dem Premierminister, Ministern und Staatssekretären zusammensetzt. Frankreich ist zentralistisch geprägt und in 22 Verwaltungsregionen mit 96 Départements gegliedert.
Klima und Vegetation: Frankreich verfügt über ein sehr mildes Klima. Während es im Süden entlang der Westküste weite Nadelwälder gibt, herrschen im Norden Eichenwälder und Heide vor. Im Mittelmeerraum wächst eine Hartlaubvegetation.
Die französische Küche:
Die Franzosen legen viel Wert auf das Mittag- bzw. Abendessen. Die „Cuisine Paysanne“, die man vorwiegend in ländlichen Lokalen findet, besteht aus herzhaften, aber einfachen Gerichten. Die „Cuisine Bourgeoise“ weist viele klassische französische Spezialitäten auf, wie den Coq au vin“ (Huhn in Weinsauce). Ausgefallene Zutaten wie Trüffel oder Cognac sowie delikate Saucen charakterisieren die im 19. Jh. entstandene „Haute Cuisine“, die überwiegend in Luxusrestaurants angeboten wird. Seit den 60er Jahren entwickelte sich die „Nouvelle Cuisine“, die sich durch raffinierte Zubereitung und Anrichtung auszeichnet.
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